Programm

Drei Tage, zwei Räume, 25+ Vorträge und Workshops. Meist finden zwei Beiträge gleichzeitig statt – du entscheidest, welcher dich mehr interessiert.

Freitag, 23. Oktober 2026

Raum Sandra
Raum Sandra

Sandra war die erste «nicht-menschliche Person» der Rechtsgeschichte — anerkannt 2014 in Argentinien.

Raum Yvonne
Raum Yvonne

Yvonne entkam 2011 dem Schlachthof und lebte drei Monate frei im Wald — ein Symbol für Lebenswillen.

14:00
Türöffnung
14:30
Begrüssung
15:00
· Raum Sandra
DE

Auslauf-Initiative: Ein politischer Weg hin zu einer tierfreundlicheren Landwirtschaft

In diesem Beitrag präsentiert Sentience die Auslauf-Initiative, die allen Tieren in der Landwirtschaft regelmässigen Auslauf ins Freie gewähren will. Naomi Rey, Kampagnenleiterin, berichtet über Strategien, Planung und nächste Schritte – und wie wir gemeinsam den Wandel hin zu einer tierfreundlicheren Landwirtschaft in der Schweiz vorantreiben können. Nur etwa 15 Prozent aller Tiere in der Landwirtschaft dürfen ins Freie. Das wollen wir ändern.

16:00
· Raum Sandra
DE

Rechtsbruch für das öffentliche Interesse – Mit versteckten Kameras gegen die Blackbox der Tierindustrie

Die Tierindustrie meidet Transparenz. Um das Leid in Schlachthäusern sichtbar zu machen, haben Anna Schubert und Hendrik Hassel mit versteckten Kameras die CO₂-Betäubung von Schweinen dokumentiert. Dafür wurden sie verhaftet und verklagt. Ihr Vortrag beleuchtet das Spannungsfeld zwischen öffentlichem Interesse und Rechtsbruch.

17:00
· Raum Sandra
DE

Zwischen Realismus und Vision: Wie politischer Fortschritt für Tiere möglich wird

Was heisst eigentlich Fortschritt für Tiere – und wie entsteht er unter realen politischen Machtverhältnissen? Der Vortrag reflektiert den Spannungsraum zwischen Vision und Realismus und zeigt, warum klare Ziele allein nicht ausreichen, um Wirkung für Tiere zu erzielen. Anhand grundlegender Muster politischer Einflussnahme wird deutlich, wie konkrete Verbesserungen möglich werden, auch in einem politisch schwierigen Umfeld.

18:00
· Raum Sandra
DE

Wie man das Ende von Tierversuchen plant

Wie kommen wir weg von Tierversuchen? Ein Verbot ist offenbar nicht mehrheitsfähig, doch nur in Alternativmethoden zu investieren reicht auch nicht. Nico Müller spricht über die Ergebnisse seines Forschungsprojekts zu gradueller Ausstiegsplanung.

20:30
Abendprogramm

Samstag, 24. Oktober 2026

Raum Sandra
Raum Yvonne
08:30
Türöffnung
09:00
Begrüssung
09:30
· Raum Sandra
DE

Tierrechte – Zwischen Vision und Rechtswirklichkeit

„Tierrechte“ sind vor allem ein ethisches Konzept, als juristischer Begriff spielen sie dagegen bislang kaum eine Rolle. Der Vortrag erläutert die Unterschiede zwischen Tierschutz und Tierrechten und zeigt, weshalb echte subjektive Rechte von Tieren bis heute weltweit die Ausnahme geblieben sind. Zugleich richtet er den Blick auf internationale Entwicklungen, die mit innovativen Ansätzen neue Perspektiven für eine rechtliche Anerkennung von Tieren als Rechtssubjekte eröffnen.

· Raum Yvonne
DE

Zwischen Fakten und Fleischmythen: Wie Fehlinformationen unseren Blick auf Tiere verzerren

Kurze Videos, starke Behauptungen und emotionale Anekdoten prägen viele Debatten über Veganismus, Ernährung und Tierschutz. In diesem Vortrag werden konkrete Video-Beispiele analysiert: Welche Red Flags weisen auf Fehlinformationen hin? Warum wirken bestimmte Fleischmythen psychologisch so überzeugend? Und wie können wir sie faktenbasiert und wirkungsvoll einordnen? Der Vortrag verbindet Social-Media-Analyse, kritisches Denken, Ernährungswissenschaft und Kommunikationspsychologie.

10:30
· Raum Yvonne
DE

Tierethikunterricht

Maya Conoci zeigt in einem interaktiven Format aus Vortrag und Workshop auf, wie wichtig, nachhaltig und lösungsorientiert der Tierethikunterricht ist.

11:30
· Raum Sandra
DE

TransFARMation – mehr als eine Vision

Der Vortrag gibt Einblicke in den aktuellen Stand der TransFARMation und beleuchtet zentrale Erfahrungen aus der Praxis. Im Fokus stehen die Herausforderungen und offenen Fragen eines Prozesses, der längst begonnen hat – und dennoch weit mehr Dynamik braucht.

14:00
· Raum Sandra
DE

Lost in Transit: Das Geschäft mit der Milch – und wie auf dem Transportweg Tierleben, Umwelt und Menschenrechte auf der Strecke bleiben

Quer durch Europa und weit darüber hinaus werden junge Kälber und trächtige Rinder aus der Milchindustrie transportiert – über lange Strecken, unter Bedingungen, die Tierleid zur kalkulierten Größe machen. Investigative Recherchen zeigen, wie ein globalisiertes System auf dem Rücken der Tiere, der Umwelt und Menschenrechten für den Profit einiger weniger aufrecht erhalten wird. Entlang der Transportwege verschwinden Verantwortung, Kontrolle und Transparenz – und mit ihnen die Frage, wer dafür eigentlich zur Rechenschaft gezogen wird.

15:00
16:00
Kaffeepause
16:30
· Raum Yvonne
DE

Kreativer Protest / Poetischer Aktivismus

Mit jahrelanger Erfahrung in Tanztheater-Performances und interdisziplinären Kunstprojekten gibt Ralf Assmann Einblick in seine Arbeitsweise mit Tiermasken und wie er damit Themen rund um Tiere in den Fokus stellt. Er teilt das «Scoring» – eine sehr effektive Planungsmethode – mit den Teilnehmenden für ihren eigenen kreativen Protest.

17:30
· Raum Yvonne
DE

Echtes Fleisch ohne Leid? Biotechnologie als Baustein der ethischen Ernährungswende

Moderne Technologien wie Zellkultivierung und Präzisionsfermentation können die globale Abhängigkeit von tierischen Produkten drastisch verringern und bieten einen neuen Ansatz für eine multidimensionale Lösungsstrategie. Swissveg, Herausgeberin des V-Labels, fördert mit dem neuen C-Label und F-Label Transparenz in diesen wachsenden Märkten und eröffnet frühzeitig den Diskurs mit der Industrie, um die Interessen der Tiere zu wahren.

20:00
Abendprogramm

Sonntag, 25. Oktober 2026

Raum Sandra
Raum Yvonne
09:00
Zmorge Potluck-Style – alle bringen etwas mit
10:30
Begrüssung
11:00
12:00
· Raum Sandra
DE

Kreative Interventionen in Gesellschaft

Wie wir abseits von klassischen Protestformen wie Demos, Petitionen und Co. medienwirksam mit wenigen Menschen den Unterschied machen können, zeigt Tobi Rosswog am Beispiel der erfolgreichen kreativen Intervention «Salzburger Porsche-Tunnel-Festspiele». Er beleuchtet unsere Möglichkeiten, Gesellschaft gemeinsam zu gestalten und in konkreten Kämpfen einen Unterschied zu machen.

14:00
· Raum Yvonne
EN

Animal Liberation & Cheese Tradition

Can culture and taste justify the systemic oppression of other species? Through her experience reimagining dairy from a plant-based perspective, Alice Fauconnet asks how we can honour craftsmanship and culture while moving towards a more ethical food system.

15:00
16:00